Kuratorischer Beirat

Sharofat Arabova
Sharofat Arabova ist Filmemacherin und Filmwissenschaftlerin und lebt in Duschanbe, Tadschikistan. Sie machte 2006 ihren Abschluss in Kulturwissenschaften an der Russisch-Tadschikischen (Slawischen) Universität und 2013 in Filmregie am Film and Television Institute of India in Pune. Sie hat einen Ph.D. in Geschichte und erforscht verschiedene Aspekte des tadschikischen Kinos. Sie ist Mitglied der Filmmakers’ Union of Tajikistan und des Network for the Promotion of Asian Pacific Cinema (NETPAC). Sie war Mitglied internationaler Jurys in Bischkek, Moskau, Bucheon, Dhaka, Kazan, Kalkutta, Bangalore, Toronto, Vesoul, Kathmandu und Herat. Derzeit arbeitet Sharofat als Filmregisseurin an der State Tojikfilm Institution und als unabhängige Filmwissenschaftlerin in Zusammenarbeit mit Tajikfilm und der Filmmakers Union of Tajikistan.

Chris Berry
Chris Berry ist Professor für Filmwissenschaft am King’s College London. In den 1980er Jahren arbeitete er für die China Film Import and Export Corporation in Beijing, und seine akademische Forschung fußt auf Arbeiten zum chinesischsprachigen Filmschaffen und anderen chinesischsprachigen bildschirmbasierten Medien sowie Arbeiten aus Nachbarländern. Sein besonderes Interesse gilt queeren Bildschirmkulturen in Ostasien, dem mediatisierten öffentlichen Raum in ostasiatischen Städten und nationalen und transnationalen Bildschirmkulturen in Ostasien. Zusammen mit John Erni, Peter Jackson und Helen Leung gibt er die Buchreihe „Queer Asia“ für die Hong Kong University Press heraus.

Philip Cheah 

Philip Cheah ist Filmkritiker und Herausgeber von BigO, Singapurs einziger unabhängiger Popkultur-Publikation. Derzeit ist er Programmkonsulent und Berater von Filmfestivals in Shanghai (China), El Gouna (Ägypten), Jogjakarta (Indonesien), Jaffna (Sri Lanka), Hanoi (Vietnam) und von River Meets Mountain (Indien). Er ist Schirmherr der SEA (South-East Asia) Screen Academy in Makassar, Indonesien. Er ist auch Spiritueller Berater des Bakunawa Young Cinema Film Festival, Philippinen. Er ist Mitherausgeber der Bücher „Garin Nugroho: And the Moon Dances“, „Noel Vera: Critic After Dark“ und „Ngo Phuong Lan: Modernität und Nationalität im vietnamesischen Kino“. Beim 15. Cinemalaya Independent Film Festival 2019 in Manila erhielt er einen Ehrenpreis, darüber hinaus Auszeichnungen u. a. in Kirgisistan, in Vietnam und in Korea.

Roland Domenig
Roland Domenig ist Professor für Japanische Filmgeschichte an der Meiji Gakuin Universität in Tokyo. Er ist international als Filmkurator u.a. für das British Film Institute (BFI), das Museum of Modern Art, die Cinémathèque Française, das Pacific Film Archive, das Harvard Film Archive, die Cinémathèque Québécoise, die Cinematheque Seoul sowie für zahlreiche Filmfestivals in Europa und Asien und außerdem als Untertitelübersetzer tätig.

Roger Garcia
Roger Garcia war weltweit als Filmfestival-Direktor, Kurator und Juror tätig. Unter anderem war er Mitbegründer des Hong Kong International Film Festival und der Asian Film Awards Academy und Berater des Udine Far East Film Festival, des London East Asian Film Festival und des Hainan Island International Film Festival. Roger ist Filmkritiker mit Publikationen für das British Film Institute, in den Cahiers du Cinéma, im Film Comment usw. Seine audiovisuellen Beiträge werden in Hongkong und den USA ausgestrahlt. Er produzierte Experimentalfilme in Asien und arbeitete auch an Hollywood-Produktionen.

Aravinda Navada
Aravinda Navada begann 1997, als Journalist zu arbeiten und war ständiger Redakteur von indischen Zeitungen wie Digvijaya, Udayavani und Vijaya Karnataka. Als Filmkritiker schreibt er Artikel in Zeitungen und Blogs und war Mitherausgeber einer Tageszeitung. Außerdem ist er Referent und hat mehrere Vorlesungen an Medienschulen gehalten. Aravinda Navada war Mitglied des Indian Censorship Board. Kürzlich hat er ein redaktionelles Projekt für den Mysore Eveninger abgeschlossen.

PARK Kiyong
Park Kiyong begann seine Filmkarriere nach seinem Abschluss an der Korean Academy of Film Arts (KAFA) im Jahr 1987. Er arbeitete an verschiedenen Filmprojekten als Produzent und Regisseur. Seine Filme Motel Cactus (1997) und camel(s) (2001) gewannen zahlreiche nationale und internationale Preise. Während er von 2001 bis 2009 die Korean Academy of Film Arts (KAFA) vertrat, startete er das „Feature Film & Animation Production Program“, das zu einem großen Erfolg wurde. Filme, die in diesem Programm entstanden sind, gewannen zahlreiche Preise sowohl in Korea als auch im Ausland. 2007 war er Mitbegründer von Cinema Digital Seoul (CinDi), einem Filmfestival, das sich auf die Präsentation digitaler Filme konzentriert. 2011 drehte er seinen ersten Essayfilm Moving, dem mehrere weitere folgten. Seit 2012 lehrt er Regie an der Dankook University, Korea, und war dort von 2018 bis 2020 Leiter der Graduate School of Cinematic Content. Im Januar 2022 wurde Park Kiyong für die nächsten zwei Jahre zum Vorsitzenden der Korean Film Commission (KOFIC) gewählt.

Zakir Hossain Raju
Zakir Hossain Raju ist Professor und Leiter der Abteilung für Medien und Kommunikation an der Independent University, Bangladesch. Er lehrte auch an der Monash University in Australien und in Malaysia. Er promovierte in Cinema Studies an der La Trobe University, Melbourne. Raju war Research Fellow an der University of Malaya und der Korean National University of Arts. Seine Filme wurden auf internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter in Hawaii, Fukuoka, San Francisco, Busan und Singapur. Raju hat viele Forschungsartikel und Monografien zum asiatischen Kino verfasst, darunter “Bangladesh Cinema and National Identity” (Routledge, 2018). Er war Jurymitglied bei vielen internationalen Filmfestivals, darunter Rotterdam, Honolulu, Melbourne, Vesoul, Tallinn, Dhaka und Bucheon.

Ashley Ratnavibhushana
Ashley Ratnavibhushana ist Journalist, Autor, Filmkritiker und Film Society-Aktivist. Er ist Präsident des Asian Film Centre (AFC) in Sri Lanka und der führende Interpret des srilankischen Kinos nach außen. Er ist Gründungsherausgeber der Zeitschrift Cinesith und Autor/Ko-Autor mehrerer Bücher. Derzeit ist er Ko-Präsident und Jury-Koordinator des Network for the Promotion of Asia Pacific Cinema (NETPAC). Er ist auch Präsident des Sri Lanka Film Critics‘ Forum, das der International Federation of Film Critics (FIPRESCI) angegliedert ist, und Präsident der Sri Lanka Federation of Film Societies, die der International Federation of Film Societies (IFFS) angegliedert ist. Er war der Koordinator des ersten SAARC-Filmfestivals, das 1999 in Colombo stattfand, und Koordinator des Commonwealth-Filmfestivals, das in Colombo parallel zum Treffen der Regierungschefs des Commonwealth (CHOGM – 2013) stattfand, sowie Senior Programmer des Internationalen Filmfestivals in Colombo 2015 und 2016. Er hat an zahlreichen Filmveranstaltungen mitgearbeitet und war Mitglied vieler lokaler und internationaler Jurys.

Indu Shrikent
Indu Shrikent wurde in Neu-Delhi, Indien, geboren und kam 1993 zu Cinemaya – The Asian Film Quarterly, der weltweit einzigen Zeitschrift, die sich dem asiatischen Kino widmet. Als eines der Gründungsmitglieder von NETPAC India arbeitete sie bei der Organisation von Filmwochen aus asiatischen Ländern und Retrospektiven von Filmemachern wie Omer Kavur aus der Türkei und Prasanna Vithanage aus Sri Lanka mit. Indu war gemeinsam mit Aruna Vasudev Direktorin des Cinefan Festivals in Neu-Delhi seit dessen Gründung im Jahr 1999 und Festivaldirektorin des 12. Osian’s-Cinefan Film Festival. Sie war Präsidentin des Kurzfilmwettbewerbs in Locarno. 2010 war sie Mitglied der FIPRESCI-Jury in Hongkong und hat an vielen anderen internationalen Filmfestivals teilgenommen. Derzeit arbeitet sie bei Osianama Research, Library, Archive and Sanctuary.

Italo Spinelli
Italo Spinelli lebt in Rom und hat bei Film, Theater und Fernsehen Regie geführt. Er ist Gründer und Leiter des Asiatica Film Festivals, das dem asiatischen Kino gewidmet ist und seit 2000 in Rom stattfindet. Er lehrte Kino und Theater an der Universität Siena, hat den Eintrag für Indien and Indonesien für die Encyclopedia of Cinema Treccani verfasst, ebenso wie den Band „Indian Summer. Films, Filmmakers and Stars Between Ray and Bollywood“ (Olivares Editions). Er arbeitet mit mehreren Zeitschriften zusammen. Als Jurymitglied nahm er an zahlreichen internationalen Filmfestivals teil.

YOO Un-Seong
Yoo Un-Seong war Programmchef beim Jeonju International Film Festival, Programmdirektor am Moonji Cultural Institute SAII, Redaktionsmitglied des Magazins „F“ und ist derzeit Mitherausgeber von „Okulo Journal of Cinema and Moving Image“. Er hat Kinobücher wie „A Ghost and the Guards“ (2018) and „Not So Long After Midnight: A Tractate on Cinema“ (2021) geschrieben.